CDU aus dem Blauen Ländchen begrüßt Digitalpakt

Vorsitzender Klaus Brand: Konzepte gemeinsam mit Schulen entwickeln

VG Nastätten / Rhein-Lahn. „Überfällig“ nennt Jens Güllering, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten und stellvertretender CDU Kreisvorsitzender, die Bereitschaft der Politik, mehr Geld in die digitale Ausstattung von Schulen zu investieren. „Ich begrüße den Kompromiss zwischen Bund und Ländern für den Digitalpakt. Er nimmt den Ländern meiner Auffassung nach keine grundlegenden Kompetenzen im Bildungsbereich. Vielmehr wird eine sehr starke und notwendige finanzielle Unterstützung durch den Bund ermöglicht. Bei der Digitalisierung der Schulen ist bereits genug Zeit ins Land gegangen.“

Nach der Einigung im Vermittlungsausschuss erhält das Land Rheinland-Pfalz vom Bund rund 242 Millionen Euro zur Steigerung der digitalen Ausstattung an den Schulen im Land. Welche genauen Pläne die Landesregierung mit diesen Mitteln hat, ist bislang jedoch nicht bekannt. Dazu Matthias Lammert, Landtagsabgeordneter und CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag: „Jetzt wird es spannend zu sehen, nach welchen Kriterien das Land Rheinland-Pfalz die Verteilung vornimmt. Schnellstmöglich muss das Geld zur Verfügung stehen.“ Die CDU will, dass die Schulen schon zum kommenden Schuljahr vom Digitalpakt profitieren können. „Das ist ambitioniert, aber realistisch. Mit dem Haushaltsansatz von 330.000 Euro im aktuellen Jahr und vergleichbaren Summen für Folgejahre hat der Kreistag bereits eigene Mittel für die Digitalisierung in den Schulen im aktuellen Haushalt eingeplant. Damit wurde ein Anfang gemacht und man ist handlungsfähig. Mit dem Geld aus dem Digitalpakt ist jetzt sehr viel möglich“, so Kreistagsmitglied Klaus Brand. Mit Blick auf die Bereitstellung der Mittel fordert die CDU aus dem Blauen Ländchen, dass gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen passgenaue Konzeptionen entwickelt werden, die sich an den jeweiligen Gegebenheiten der Schule und des Lehrpersonals orientieren. „Pauschale Lösungen sind nicht hilfreich. Jede Schule ist anders aufgestellt. Entscheidend ist, dass das Geld nicht nur für technische Ausstattung, sondern vor allem für die Qualifizierung der Lehrkräfte eingesetzt werden kann. Eine digitale Tafel bringt nur etwas, wenn sie auch tatsächlich im Unterricht eingebunden wird“, so Martin Gasteyer, CDU-Kandidat für den Kreistag. Für Jens Güllering steht fest: „100 Prozent des Geldes muss in den Schulen ankommen.“

Cedric Crecelius, CDU-Kreistagskandidat und Sprecher der Jungen Union für den Bereich Digitalisierung, betont, dass es höchste Zeit sei, dass die Landesregierung ein flächendeckendes Konzept mit klaren Zielvorgaben für die informationstechnische Bildung aller Schülerinnen und Schüler vorlege. „Ebenso sehen wir ebenfalls erheblichen Handlungsbedarf, wenn es um Fortbildung der Lehrer in digitalen Bereichen geht. Hier muss das Land aktiv werden. Und zwar zusätzlich zum Digitalpakt“, so Crecelius. Die CDU-geführte Bundesregierung wird für den Digitalpakt Schule 5 Milliarden Euro ausgeben. Die Länder beteiligen sich ebenfalls mit einem finanziellen Beitrag, so dass insgesamt 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Im Gegenzug haben sich die Länder verpflichtet, pädagogische Konzepte für die digitale Bildung zu entwickeln.

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