CDU will intelligenten Ausbau der Bäderstraße

Die CDU will den Ausbau der Bäderstraße zwischen Holzhausen und Wambach, denn sie ist eine sehr wichtige Verkehrsader für das Blaue Ländchen.

Doppelspurige Überholmöglichkeiten und digitale Infrastruktur

VG Nastätten / Rhein-Lahn-Kreis. Die CDU will den intelligenten Ausbau der Bäderstraße zwischen Holzhausen und Wambach, weil die Strecke eine alternativlose Zwangspassage vom Blauen Ländchen zum Rhein-Main-Gebiet darstellt. „Gute Straßen und schnelle Verkehrsanbindungen sind für die gute Entwicklung und dauerhafte Attraktivität der ländlichen Räume unverzichtbar. Wir reden über knallharte Standortfaktoren für Private genauso wie für das Gewerbe. Eine Heimat mit Zukunft braucht eine moderne Verkehrsinfrastruktur“, begrüßte Martin Gasteyer, CDU-Stadtrat aus Nastätten und Beigeordneter der Verbandsgemeinde, die zahlreichen Gäste bei der Informationsveranstaltung der CDU in Holzhausen. Zusätzlich zum Fahrbahnausbau sieht der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Andreas Nick viel Potential in technischen Lösungen: „Das automatisierte und vernetzte Fahren ist in absehbarer Zeit ein wichtiger Bestandteil alltäglicher Mobilität. Mit flankierenden technischen Hilfsmitteln kann man den Straßenverkehr sicherer, komfortabler, effizienter und umweltverträglicher gestalten.“

Innovative Lösungen für den zukunftsfähigen ländlichen Raum

Geht es nach den Christdemokraten aus dem Blauen Ländchen, so könnte der Bäderstraßenausbau zwischen Holzhausen und Wambach zu einem gemeinsamen bundesweiten Musterprojekt für den ländlichen Raum zweier Bundesländer werden. Denkbar sind einige doppelspurige Überholmöglichkeiten, digitale Infrastruktur für zukünftiges autonomes Fahren, Pendlerparkplätze mit E-Ladesäulen für den Individualverkehr und ÖPNV-Anschlüsse mit attraktiven Taktungen und Ticketpreisen. Dazu Martin Gasteyer: „Die fortschreitende Digitalisierung der Verkehrssysteme bietet für die Gesellschaft enorme Chancen. Mit neuen Konzepten kann auf den sich wandelnden Mobilitätsbedarf im individuellen Verkehr, im öffentlichen Verkehr und im Güterverkehr wirksam reagiert werden. Grundvoraussetzung für eine funktionierende Vernetzung der digitalen Systeme ist der Ausbau von mobilem Hochleistungsinternet mit 5G-Standard.“

Enorme Belastungen für Pendler und Zulieferer

Die täglichen Herausforderungen bei der Bewältigung der insgesamt 64 Kilometer langen Bundestraße 260 (B 260) für Pendler oder auch Zulieferer von Gewerbe und Handwerk sind gewaltig und nicht mehr zeitgemäß. IHK-Regionalgeschäftsführer Richard Hover berichtet, dass die derzeitige schlechte Verkehrsinfrastruktur in der Verbandsgemeinde Nastätten zu Wettbewerbsnachteilen für heimische Betriebe führt. „Wir sprechen schon ewig über den Bäderstraßenausbau oder die Mittelrheinbrücke. Es ist allerhöchste Zeit, das sich endlich etwas bewegt“, so der Vertreter der Industrie- und Handelskammer deutlich. Täglich wird die Strecke von tausenden Kfz und LKW befahren. „In Holzhausen zählt man rund 5.000 Fahrzeuge, 8.300 bei Kemel, 10.400 bei Bad Schwallbach und 16.400“, rechnet CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Klaus Brand vor.

Im hessischen Streckenabschnitt tut sich was Für die Ortsumgehung von Wambach läuft bereits das Planfeststellungsverfahren. „Die Umgehung steht mit der höchsten Priorität im neuen Bundesverkehrswegeplan. Sie soll absehbar die vorhandene B 260 in der Ortsdurchfahrt Wambach ersetzen und den Ort vom hohen Durchgangsverkehr entlasten. Auch die Ausweichstrecke um Martinsthal hat es in den Maßnahmenplan geschafft“, erklärt der Abgeordnete Andreas Nick. Für Verbandsgemeindebürgermeister Jens Güllering steht fest, dass es sinnvoll ist, wenn sich die unter dem nicht ausgebauten Streckenabschnitt leidenden Akteure zusammenschließen. „Die Menschen in der Verbandsgemeinde Nastätten teilen den sehnlichen Wunsch nach Verbesserungen mit ganz vielen Bürgern aus den rheinland-pfälzer und den hessischen Nachbarkommunen entlang der Bundestraße. Wenn wir alle unsere Argumente sammeln und uns zusammenschließen, dann erfährt unsere Stimme ein deutlich stärkeres Gehör. Ich werde auf unsere Nachbarn zugehen und einen Austausch initiieren“, so Jens Güllering. s

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