Klärschlammbeseitigung: Umweltschutz kostet Geld

Die CDU aus dem Blauen Ländchen besuchte die Kläranlage „Mühlbachtal“ in Marienfels.

CDU informiert sich in Marienfelser Kläranlage

VG Nastätten. Die CDU aus dem Rat der Verbandsgemeinde Nastätten hat die Kläranlage „Mühlbachtal“ in Marienfels besucht. Um die größte Abwasseraufbereitungsanlage im Blauen Ländchen auf dem Stand der Technik zu halten, wird stetig investiert. „Es fallen bei all unseren Kläranlagen ständige Ertüchtigungen an, damit der Energieverbrauch möglichst niedrig ausfällt und die immer strengeren Umweltvorschriften eingehalten werden können. Verantwortungsvolles Handeln mit sinnvollen Investitionen und nachhaltiges Denken sind Markenzeichen der Verbandsgemeindewerke und darauf können wir stolz sein“, sagt Bürgermeister Jens Güllering.

Im vergangenen Jahr wurde für 60.000 Euro eine Photovoltaik-Anlage auf dem Betriebsgebäude installiert, um die vorhandene Dachfläche optimal zu nutzen und Strom zu erzeugen. Außerdem wurde die Rechenanlage im Klärbecken erneuert, was Investitionen von 100.000 Euro bedeutete. Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern: Für rund 400.000 Euro wird der Klärschlammbunker umgerüstet, weil eine automatische Verladeeinrichtung zum Abtransport auf LKW eingerichtet wird. Kai Brand, CDU-Mitglied im Werkausschuss erklärt: „Klärschlamm entsteht als ein Nebenprodukt bei der Behandlung des Abwassers in Kläranlagen. Die festen Stoffe enthalten organische und mineralische Anteile und durften bislang als Dünger auf landwirtschaftlichen Ackerflächen verwendet werden. Nach der neuen Klärschlammverordnung ist das nicht mehr in dieser Form möglich. Umweltbelastungen durch Schwermetalle sollen durch diese Regelung verhindert werden.“ Der Verbandsgemeinderat beschloss daher den Beitritt zu einer Gesellschaft, die ab dem kommenden Jahr in Mainz den anfallenden Klärschlamm verbrennt und daraus Energie gewinnt. Dazu das CDU-Werkausschussmitglied Uwe Holstein: „Die neue Verfahrensweise verursacht einen erhöhten Aufwand und kostet mehr Geld. Das geht leider zulasten des Gebührenzahlers. Neben den einmaligen Umbauarbeiten an den Verladeanlagen fallen laufende Kosten für den Transport nach Mainz und die Verbrennung in Höhe von ungefähr 95.000 Euro jährlich an. Bei der Klärschlammausbringung auf den Feldern waren es rund 50.000 Euro im Jahr. Umweltschutz gibt es nicht zum Nulltarif.“

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